Verlief der Wettkampf der Juniorinnen am Vormittag noch problemlos, so mussten sich Fans und Springer am Abend bei der Entscheidung um den Juniorenweltmeistertitel der Herren gedulden. Bereits im ersten Durchgang wurde der Wettkampf nach 33 Startern abgebrochen. Nach etwas weniger als zwei Stunden stand der neue Juniorenweltmeister dann aber fest: Nejc Dezman (109,5/108m; 286,5 Pkt.). Souverän setzte er sich vor den punktgleichen Aleksander Zniszczol (107,5/109,5m; 280,5 Pkt.) und Jaka Hvala (110,5/105,5m; 280,5 Pkt.) durch.
Silbermedaillengewinner Aleksander Zniszczol
Mona Türk
Bereits im gestrigen Abschlusstraining gelang Nejc Dezman der weiteste Satz und auch heute ließ er sich von den schwierigen Windbedingungen nicht beeinflussen und setzte sich im ersten Wertungsdurchgang mittels 109,5 Metern und den besseren Haltungsnoten in Führung. Einen weiteren Sprung zeigte nur Landsmann Jaka Hvala (110,5m). Für Spannung war für das abschließende Finale nicht nur durch die beiden Führenden gesorgt. Auch dahinter ging es eng zu, sodass Philipp Sjøen, Aleksander Zniszczol und Christoph Stauder noch in Schlagdistanz lagen.
Dezman nicht zu schlagen
Der junge Slowene behielt die Nerven und sicherte sich mit 108 Metern im Finale die Goldmedaille. Dahinter schwächelten Jaka Hvala (105,5m) und Philipp Sjøen (107,5m). Dies nutzte dagegen der Pole Aleksander Zniszczol. Nach dem ersten Durchgang nur auf Rang vier überholte er durch seine 109,5 Meter beide vor ihm Platzierten. Gelang dem Norweger Sjøen mit 107,5 Metern weitenmäßig ein guter Versuch, machten ihm die Abzüge bei den Haltungsnoten die Hoffnung auf eine Medaille zunichte. Diese behielt Jaka Hvala. Punktgleich mit Zniszczol gewann er am Ende Silber.
Deutsche in die Schranken gewiesen
Nicht nur mit den Podestplätzen hatten die drei deutschen Starter Stephan Leyhe und Michael Dreher und Jan Mayländer nichts zu tun. Mit den Rängen 15 und zweimal 22 wurde der Abstand auf die Topnachwuchs-Nationen mehr als deutlich. Tobias Lugert verpasste gar den Sprung unter die ersten 30.
Österreich ohne Medaille
Ebenfalls enttäuscht sein dürfte die Alpenrepublik Österreich. Zwar erreichten Lukas Müller (5.), Christoph Stauder (7.) und Stefan Kraft (8.) sehr gute Platzierungen, doch mit Medaillen wurden deren Leistungen diesmal nicht belohnt. Für die Teamentscheidung dürften sie mit ihrem vierten Mann Ulrich Wohlgenannt (18.) aber dennoch gut aufgestellt sein.
Gefährlich werden könnten hier im Kampf um die Goldmedaille besonders die Slowenen. Nicht nur über die beiden Medaillen von Dezman und Hvala konnten diese sich freuen, sondern hatten mit Anze Lanisek (9.) und Rok Justin (11.) weitere Springer unter den Besten des Feldes platziert. Wenn auch etwas dahinter war auch die norwegische Mannschaft mit ihren Springern Philipp Sjøen, Espen Røe (10.), Simen Grimsrud (11.) und Mats Berggaard (25.) erfolgreich.