Nicht nur im Teamweltcup eine Macht, auch das Continentalcup-Einzelspringen war fest in österreichischer Hand. Siegreich in Predazzo/ITA war Wolfgang Loitzl (127,5/128m; 259,4 Pkt.) vor seinem Landsmann Stefan Kraft (129,5/123m; 253,0 Pkt.). Dahinter gelang Marco Grigoli eine dicke Überraschung mit Rand drei (123/125,5m; 244,3 Pkt.).
(v.l) Stefan Kraft, Wolfgang Loitzl, Marco Grigoli
Foto: www.fiemme2013.com
Wolfgang Loitzl kommt langsam wieder besser zurecht. Mit 127,5 Metern im ersten und 128 Metern im zweiten Durchgang gelang ihm der Sieg. Stefan Kraft gelang zumindest im ersten Durchgang mit 129,5 Metern noch der Führungswechsel. So führten die beiden Österreicher Kraft und Loitzl das Feld im Finale vor Stefan Hula, Ziga Mandl und Robert Johansson an.
Spannung im zweiten Durchgang
Doch sowohl Hula, als auch Mandl und Johansson vergaben ihre gute Ausgangsposition. Der Norweger Johansson konnte sich mit dem achten Rang noch am besten behaupten. Hula (12.) fiel sogar noch hinter seinen Landsmann Bartlomiej Klusek (7.) zurück. Davon unbeeindruckt blieben aber die beiden Österreicher. Zwar gab es hier noch einen Wechsel an der Spitze, doch mit zwei Podesträngen und dem fünften Rang von Lukas Müller dürfte das Alpenland sehr zufrieden sein.
Für Spannung sorgte besonders ein aufstrebender Schweizer. Marco Grigoli kam mit einer starken Leistung auf den dritten Platz. Nach dem ersten Sprung nur auf Rang neun arbeitete er sich mit der Finalbestweite von 128 Metern noch bis auf das Treppchen vor. Teamkollege Gregor Deschwanden hatte mit dem 23. Platz dagegen kaum Grund zur ausgelassenen Freude.
Norwegen geschlagen – Chaadaev erreicht guten 13. Platz
Relativ schnell war zudem klar, dass der Samstag nicht der Tag der Norweger werden würde. Schon nach dem ersten Durchgang hatten sie ihre Chancen verspielt. Lediglich Robert Johansson zeigte sich zur Halbzeit noch in Reichweite zu den Podestplätzen, verfehlte diese am Ende als achter dann aber deutlich. Auch für die deutschen Skispringer hielt der heutige Wettbewerb einmal mehr viel Schatten bei nur wenig Licht bereit. Felix Schoft (124,5/ 118,0m; 232,5 Pkt.) und Daniel Wenig (122,5/ 118,5m; 228,8 Pkt.) konnten sich mit den Rängen neun bzw. elf die einzigen DSV-Starter, durchaus über ein gutes Ergebnis freuen. Marinus Kraus (21.) und Danny Queck (16.) waren weit abgeschlagen.
Petr Chaadaev, der nach seinem Wechsel nicht mehr für Weißrussland sondern den russischen Verband in die Spur geht, freute sich über zwei gelungene Sprünge und den 13. Platz.