Überraschend setzte sich beim zweiten Continentalcup in Bischofshofen/AUT Anze Lanisek (140,5/128,5m; 259,7 Pkt.) aus Slowenien vor Aleksander Zniszczol (132,5/129,5m; 248,6 Pkt.) und Klemens Muranka (132/129,5m; 248,2 Pkt.) durch.
Nach dem ersten Durchgang sah es dagegen nach einem erfolgreichen Tag für Norwegen aus. Mats Berggaard gelang ein toller erster Sprung auf 142 Meter, der ihn lange in Führung hielt. Damit verwies er auch den Sieger von gestern Stefan Kraft (132,5m) deutlich. Dahinter zeigten Anze Lanisek (140,5m) und dem norwegischen Landsmann Simen Grimsrud (135,5m) die besten Sprünge. Doch ein viel zu kurzer Sprung auf 114 Meter ließen Berggaards Chancen auf den Sieg platzen. Auch Grimsrud (9.) fiel zurück.
Slowenen geschlagen
Die vierköpfige slowenische Spitzengruppe aus Robert Hrgota, Tomaz Naglic, Mitja Meznar und Nejc Dezman wurde gleich mehrfach deutlich geschlagen. Für Mitja Meznar und Robert Hrgota reichte es nach Sprüngen auf 125,5 Meter bzw. 123,5 Meter nicht für den zweiten Durchgang. Dafür sprang Anze Lanisek in die Bresche. Auch Nejc Dezman (133m) und Tomaz Naglic (129m) konnten sich noch unter die besten 30 retten. Lanisek war es auch, der sich im zweiten Durchgang mit einem stabilen Sprung auf 128,5 Meter den Sieg sichern konnte. Ebenfalls überraschend weit vorne platziert war Jaka Hvala auf Rang sechs.
Aleksander Zniszczol, der am letzten Wochenende in Zakopane/POL Weltcupluft schnuppern durfte, zeigte einmal mehr, dass er seine gute Sommerform auch in den Winter retten konnte. Der erste Sprung auf 132,5 Meter brachte ihn noch nicht zu einer Spitzenplatzierung. Fiel besser dagegen der zweite Durchgang. 129,5 Meter und mit Rang zwei ein erneuter Podestplatz standen für den jungen Pole zu Buche. Komplettiert wurde das Podest von Klemens Muranka, ebenfalls aus Polen.
Deutsche durchwachsen
Ein gutes Mannschaftsergebnis, wenn auch keine ganz vorderen Platzierungen, bringen die DSV-Springer von ihrer Österreichreise mit. Auf Rang zwölf war Jan Mayländer der Beste. Dahinter folgten Markus Eisenbichler (13.), Felix Schoft (19.), Stephan Leyhe (20.) und David Winkler (22.). Enttäuscht dürften aber doch einige von ihnen sein. Pascal Bodmer (35.) ringt weiter um seine Form und auch Danny Queck, der in dieser Saison bestplatzierte Deutsche im Continentalcup, sprang heute deutlich zu kurz (38.)
Den Sprung in die Punkteränge verpassten nicht nur einige Slowenen und Deutsche, sondern auch nominell starke Springer wie Antonin Hajek (32.) Dawid Kubacki (63.) sowie das gesamte italienische und finnische Team.
Stjernen führt Gesamtwertung weiter an
In der Gesamtwertung liegt weiterhin der in Japan weilende Andreas Stjernen mit 637 Punkten an der Spitze. Dahinter folgen mit Michael Hayböck (542 Pkt.), Kenneth Gangnes (473 Pkt.) und Atle Pedersen Rønsen (410 Punkte) ebenfalls Athleten die momentan im Weltcup unterwegs sind.
Die nächsten Continentalcup-Skispringen finden am nächsten Wochenende im deutschen Brotterode statt.
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