Stahlender Sieger des ersten Skisprung-Wettkampfes in Sapporo war am heutigen Samstag Daiki Ito, der vor heimischem Publikum seinen ersten Weltcupsieg überhaupt feiern durfte. Nur 0,1 Punkte dahinter reihte sich Anders Bardal auf dem zweiten Rang ein, während Kamil Stoch Dritter wurde. Skispringen-news.de hat für euch die Stimmen vom Wettkampf zusammengefasst.
Daiki Ito (JPN)
Natürlich ist es immer großartig zu gewinnen, aber der erste Sieg eines Weltcup-Springens vor heimischem Publikum ist einfach unglaublich. Ich habe versucht nicht über einen möglichen Sieg nachzudenken. Ich wollte mich nur auf meine Aufgaben konzentrieren ohne den Druck zu spüren. Die Bedingungen sind immer schwer in Sapporo. Es ist windig hier und genau das habe ich am meisten gefürchtet.
Anders Bardal (NOR)
Ich bin natürlich mit meinem zweiten Platz in Sapporo zufrieden, aber es ist ein bisschen bitter um 0,1 Punkte geschlagen zu werden. Aber wenn es hier in Japan gegen Ito passiert, dann ist es okay. Vielleicht kommen aus diesem Grund morgen ein paar mehr zur Schanze. Ich habe selbst ein bisschen gebraucht um mit der Schanze zurecht zu kommen. Aber ich habe mich heute bereits in der Probe gut gefühlt, im Wettkampf lief es dann richtig gut.
Kamil Stoch (POL)
Ich habe nach der Reise ein wenig Zeit gebraucht um mich auszuruhen und an die Zeitunterschiede anzupassen. Deshalb bin auch gestern nicht so gut gesprungen. Heute konnte ich dann normale Sprünge zeigen und hatte keine Probleme mit der Position im Anlauf oder im Sprung. Der Probedurchgang hat mir Zuversicht gegeben, dass ich hier gut springen kann und beide Sprünge waren bei den Bedingungen wirklich gut. Die Schanze ist etwas ganz Besonderes und der wechselnde Wind, kann einen großen Unterschied machen.
Richard Freitag (GER)
Der Platz ist ganz okay, für mehr haben die Sprünge nicht gereicht. Der erste war ein bisschen spät und der zweite war ein bisschen zu offen oben rüber, was bei Aufwind bremst. Aber wir haben morgen noch einen Tag und in den werde ich mit einem Lächeln reingehen.
Andreas Kofler (AUT)
Heute war leider wieder ein Springen, bei dem etwas Glück notwendig war um ganz vorne zu landen. Dieses haben wir leider nicht gehabt und dann ist es schon vorbei mit den Spitzenplätzen. Sportlich war meine Leistung heute ganz OK, es war vielleicht keine Bombe dabei, aber ich habe einen guten Job gemacht. Der neunte Rang ist ein Resultat in einem Bereich der noch passt. Ich konnte mit meinem zweiten Sprung ja zum Glück noch ein bisschen etwas aufholen. Es wird sich aber sicher alles wieder ausgleichen, auf jede kleine Niederlage die du positiv verarbeiten kannst, folgen in der Regel zwei kleine Siege.
Thomas Morgenstern (AUT)
Der erste Durchgang war für mich gar nicht leicht zu springen, da hatte ich nur wenige Chancen. Trotzdem fühle ich mich sprungtechnisch gut aufgestellt. Der zweite Durchgang war eine kleine Wiedergutmachung, auch wenn noch ein paar Meter mehr drinnen gewesen wären. Manches liegt aber nicht in unserer Macht, wir Sportler können immer nur unsere besten Sprünge machen. Die Dichte im Weltcup ist aber zu hoch, um unter solchen Bedingungen noch ganz vorne zu landen. Jetzt werde ich mich in mein Bett legen, eine Nacht darüber schlafen und dann probieren wir es morgen noch einmal.
Anssi Koivuranta (FIN)
14.! Überhaupt kein schlechtes Ergebnis. Zum Glück haben wir das Springen durchführen können, auch wenn es heute Morgen noch wirklich schlecht aussah. Ich habe ein gutes Gefühl für morgen.
Taku Takeuchi (JPN)
Daiki Ito konnte heute in Japan den ersten Weltcupsieg feiern. Erstaunliche Leistung! Ich habe heute bei schwierigen Verhältnissen gegen den Wind verloren.
Alexander Stöckl (Cheftrainer Norwegen)
Was für eine großartige Team-Performance. Ich habe gerade Håvard Lie angerufen und er war wirklich glücklich zu sehen, dass sich die Jungs so gut machen. Drei Athleten in den Top Ten ist eine wirklich große Sache.











