
WUFF!! So nennen ihn seine Fans, aber er ist auch als erfolgreichster Medaillengewinner bekannt. 6 Goldmedaillen hängen bei ihm Zuhause. Zudem ist er ein Perfektionist was Haltungsnoten angeht, das hat er bei der Vierschanzentournee 2008/09 erfolgreich bewiesen. Seine Ehefrau Marika und seine beiden Söhne bieten ihm Rückhalt in der Familie. Zu seinen Lieblingsschanzen zählen Willingen/GER und Zakopane/POL.
Zum ersten Mal tauchte Loitzl im FIS-Weltcup in Bischofshofen/AUT 1997 auf. Obwohl er fast zwölf Jahre lang kein Einzelspringen gewann, wurde er schnell zu einer unentbehrlichen Stütze für den ÖSV, da er zahlreiche Top-Ten- und Podestergebnisse lieferte.
Mit dem österreichischen Nationalteam errang er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2001 in Lahti/FIN die Goldmedaille von der Normal- und Bronze von der Großschanze. Drei Jahre später erreichten sie bei der Skiflug-WM in Planica/SLO Bronze mit dem Team. 2005 holten sie sich WM-Gold von der Groß- und Normalschanze. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2007 in Sapporo/JPN verteidigte Loitzl mit seinem Team die Goldmedaille.
Die Saison 2008/09 brachte schließlich den Durchbruch für den steirischen Lokalmatador von Bad Mitterndorf/AUT. Nachdem er viermal den zweiten Platz im November und Dezember 2008 belegte, holte er sich beim Neujahrsspringen 2009 in Garmisch-Partenkirchen/GER seinen ersten Einzelsieg, wobei ihm die Jury viermal die Bestnote 20,0 für seinen zweiten Sprung anerkannte. Auch in Innsbruck/AUT holte er sich den Sieg und beim anschließenden Abschlussspringen in Bischofshofen gewann er mit einem 142,5 Meter Sprung (fünfmal die Höchstnote 20,0!). Dies ist zuvor nur vier Springern gelungen. Für seinen zweiten Sprung, der nur einen Meter kürzer war als sein vorheriger, bekam er viermal die Höchstnote und einmal 19,5. Damit stellte er den Rekord von Sven Hannawald ein, der ebenfalls neunmal die höchste Wertungsnote in einem Springen erhalten hatte. Mit diesen drei Siegen sicherte sich Loitzl die Führung und den Gesamtsieg der Vierschanzentournee. Das Ganze krönte er bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 in Liberec/CZE mit Einzelgold von der Normalschanze und Team-Gold auf der Großschanze.
Auch im darauffolgenden Winter zeigte Wolfgang Loitzl konstante Leistungen, die ihm am Ende den soliden sechsten Rang in der Gesamtwertung einbrachten. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver/CAN konnte er gemeinsam mit Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer souverän, mit 72,1 Punkten Vorsprung auf Deutschland, die Goldmedaille mit der Mannschaft gewinnen.
2010/11 konnte Wolfgang Loitzl nicht die ganz großen Leistungen zeigen, sprang aber dennoch konstant unter die Top 30 des Weltcups. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo/NOR hatte der Österreicher keine Chance sich durchzusetzen und erhielt keinen Einsatz. während der Weltmeisterschaften, reiste deshalb bereits vor den Entscheidungen auf der Großschanze wieder in Richtung Heimat.