Simon-Ammann profil

 

Simon Ammann verbrachte seine Kindheit im Städtchen Unterwasser. Wie vieler seiner Kollegen begann er das Skispringen bereits im jungen Alter. Seit diesem Zeitpunkt ging es mit wenigen Ausnahmen steil bergauf.

Der kleine Schweizer, der zuvor kaum einem Experten bekannt war, wurde durch seinen olympischen Doppelerfolg in Salt Lake City/USA 2002 über Nacht zum schweizer Superstar. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ammann im Weltcup noch nicht für Furore gesorgt. Doch angetrieben durch die überraschenden olympischen Siege gewann er am 17.03.2002 sein erstes Weltcup-Springen in Oslo/NOR. Seit diesem Zeitpunkt konnte sich das Fliegengewicht immer wieder auf dem Podium diverser Springen zeigen.

Der endgültige Durchbruch gelang ihm 2007, als er neben dem Sieg von der Großschanze und Silber von der Normalschanze bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Sapporo/JAP, Dritter in der Weltcup-Gesamtwertung wurde. Nachdem in der darauffolgenden Saison nicht mehr alles nach Plan lief und Ammann „nur“ auf Rang neun der Gesamtwertung im Weltcup lag, ließ er 2008/09 wieder Siege folgen: Fünf erste Plätze, sowie der zweite Rang bei der Vierschanzen-Tournee. Diese wurde lediglich durch die letztjährigen Erfolge getoppt.

Mittlerweile in der Weltspitze angekommen und schon lange kein Geheimtipp mehr, bestätigte Ammann die großen Erwartungen und lieferte sich mit Gregor Schlierenzauer zahlreiche Duelle auf Augenhöhe. Zum Saisonende 2009/10 enteilte er dem jungen Österreicher. So entschied er die im selben Jahr statt findenden Olympischen Wettbewerbe erneut für sich, diesmal jedoch wenig überraschend und souverän.

Mit vier goldenen Einzelmedaillen bei olympischen Winterspielen schrieb Ammann Schweizer Sportgeschichte. Er avancierte zum erfolgreichsten Winterolympioniken seines Landes und zum besten Skispringer bei Winterspielen in Einzelwettbewerben. Auch in den folgenden Weltcup-Springen ließ er der Konkurrenz kaum mehr eine Chance und gewann die Gesamtwertung 2009/10 mit neun Einzel-Siegen überlegen.

In der Saison 2010/11 konnte Simon Amman mit konstanten Leistungen, die ihn zuverlässig unter die Top 10 brachten, die Schlagdistanz zur Weltelite wahren. Am Ende konnte er sich so auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung wiederfinden. Den Höhepunkt der Saison - die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo/NOR - konnte er jedoch nur bedingt nach seinen Vorstellungen absolvieren. Im Wettkampf um den Einzeltitel von der Großschanze konnte er sein bestes Ergebnis mit dem dritten Rang erzielen. Das Treppchen beim Springen von der Normalschanze verfehlte er als Vierter nur knapp.

Um diese Leistungen weiter und wieder steigern zu können und damit den noch einzig fehlenden Titel als Gesamtwertungsgewinner der Vierschanzentournee zu gewinnen, wird Ammann auch in Zukunft von den Schanzen dieser Welt springen.

Die Saison 2011/2012 wird Simon Ammann sicher nicht in allerbester Erinnerung behalten. Kämpfte er zu Beginn des Winters mit Formschwankungen und um den Anschluss an die Weltspitze, so stabilisierte er seine Sprünge gegen Ende. Eine vordere Platzierung bei den Saisonhighlights Vierschanzen-Tournee und den Skiflugweltmeisterschaften (14.) blieb ihm aber ebenso versagt, wie ein weiterer Weltcupsieg.

 

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