
"Mario Innauer, der Sohn von...". So beginnen Sätze häufig, wenn von dem jungen Österreicher die Rede ist.
Dies verwundert kaum, denn der Vater ist kein geringerer als Anton "Toni" Innauer, langjähriger Rennsportdirektor des Österreichischen Skiverbands für den Sprungsport und die Nordische Kombination und selbst Weltklasseskispringer in den 1970er Jahren. Nichtsdestotrotz dürfte es für Mario Innauer recht anstrengend sein, immer nur auf seine Verwandtschaft reduziert und nicht aufgrund seiner Leistungen bewertet zu werden.
Und dass es an Leistung mangeln würde, kann man über den jungen Skispringer wahrlich nicht sagen. Wie die meisten Talente ging auch er ins Skigymnasium Stams und springt noch heute für den SV Innsbruck-Bergisel. Bereits bei seinem ersten Weltcupspringen am 04. Januar 2007 auf der Heimschanze in Innsbruck/AUT sammelte der Österreicher erstmals Punkte und wurde auf Anhieb 16. Sein bestes Ergebnis erreichte er wenige Wochen später in Titisee-Neustadt/GER - Innauer wurde hinter seinem Freund aus Stamser Tagen Gregor Schlierenzauer als zweitbester Österreicher fünfter.
Innauer nahm sich 2008/09 eine Auszeit vom Skispringen und versuchte erst einmal den eigenen Weg auszuloten. Nach seinem erneuten Einstieg in den Weltcup 2009/10 zeigte er sofort wieder sein altes Potential und sprang in allen Wettkämpfen in die Punkte. Überhaupt hat Innauer nur ein einziges Mal, bei 16 bisherigen Weltcupstarts, das Finale der besten 30 verpasst. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten/GER gehörte er zum Team, das unangefochten und als großer Favorit die Goldmedaille ersprang.
Doch wie Nah Sieg und Niederlage im Skispringen oft beieinander liegen, zeigte ihm dann die letzte Station der Saison: Das polnische Wisla. Dort stütze Innauer am zweiten Wettkampftag im Probedurchgang und zog sich dabei ersten Untersuchungen nach eine einfache Außenbandverletzung zu. Das MRI in Innsbruck brachte dann wenige Stunden später die schmerzliche Realität ans Licht: einen Riss des vorderen Kreuzbands und des Seitenbands im rechten Knie sowie Meniskusverletzungen in beiden Gelenken.
Während das erste internationale Springen nach der Verletzung, ein Continentalcup in Engelberg/SUI, mit dem 13. Rang erfolgreich verlief, hatte Innauer die restliche Saison mit schwankenden Leistungen zu kämpfen und erreichte im Continentalcup nur noch selten die Punkteränge.