Kamil-Stoch profil

 

Kamil Stoch stammt aus dem Dorf Zab und machte seinen ersten Sprung im Alter von neun Jahren.  Nur wenige Jahre später segelte er auf der Großschanze in Zakopane/POL auf 128 Metern und machte spätestens ab diesem Zeitpunkt deutlich, dass er einer der Nachfolger von Adam Malysz werden könnte.

Im Januar 2003 war Stoch zum ersten Mal im Continentalcup am Start, wo er auch in der darauffolgenden Saison Erfahrungen sammelte. 2004 segelte er bei den Juniorenweltmeisterschaften in Stryn/NOR mit dem Team zur ersten Medaille (Silber). Diesen Erfolg wiederholte er ein Jahr später in Rovaniemi/FIN, als er erneut Silber mit der Mannschaft holte.

Am 29. Januar 2005 wurde er beim Bewerb in seiner Heimatstadt Zakopane erstmalig bei einem Weltcupspringen eingesetzt, schied jedoch bereits nach dem ersten Durchgang aus. Im Februar des gleichen Jahres konnte er mit seinem siebten Platz beim Springen in Pragelato/ITA zu seinen ersten Weltcup-Punkten springen und gehörte zum Aufgebot der Polen für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf/GER, wo er im Einzel von der Großschanze auf den 37. Rang flog. Auch in der darauffolgenden Saison bekam Stoch die Chance die Polen bei einem Großereignis zu vertreten. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin/ITA wurde er von der Normalschanze 16. und von der Großschanze 26., im Team reichte es als fünfter ebenfalls nicht zu einer Medaille.

Zum ersten Mal für Furore sorgen konnte Stoch im Sommer 2007, als er am 3. Oktober den Sommer Grand Prix in Oberhof/GER gewann. Zudem konnte er im Dezember desselben Jahres die polnischen Meisterschaften von der Großschanze für sich entscheiden. Im Februar 2009 verpasste er als Vierter nur um Haaresbreite die Bronzemedaille von der Normalschanze bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Liberec/CZE. Beim Saisonabschluss in Planica/SLO war Stoch zudem maßgeblich am ersten polnischen Treppchen mit der Mannschaft in der Geschichte des Skispringens beteiligt.

Dass er nach ganz oben auf Skisprung-Olymp will, zeigte Stoch im Sommer 2010, wo er den Continentalcup nach Belieben dominierte und zwei Sommer Grand Prix Springen in Wisla/POL und Hakuba/JPN für sich entschied. Beim Auftakt des Sommer Grand Prix hatte Stoch hingegen gefehlt, da er seine langjährige Freundin Ewa heiratete.

Anders als der Großteil seiner polnischen Mitstreiter, die nach guten Ergebnissen im Sommer im Winter reihenweise wieder in der Versenkung verschwanden, feierte Stoch den erfolgreichsten Winter seiner Karriere. Nachdem er bereits zu Beginn der Saison einige Top-Leistungen verbuchen konnte, drehte er zum Ende des Winters richtig auf. Am 23. Januar 2011 gewann er vor heimischer Kulisse das Springen von der Großschanze in Zakopane, und feierte damit seinen ersten Weltcupsieg. Wenige Tage später folgte im deutschen Klingenthal, während der FIS-Team-Tour, der nächste Weltcupsieg für Stoch. Zum Saisonabschluss folgte dann mit Sieg Nummer drei der krönende Saisonabschluss.

Auch im Weltcupwinter 2011/2012 machte er seine Ansprüche auf die Nachfolge seines Landsmanns Adam Malysz deutlich. In Val di Fiemme/ITA sowie im heimischen Zakopane gelangen ihm weitere Siege. Fünf zusätzliche Podestplatzierungen untermauerten seine starke Form, die ihn zum Weltcupfünften machte. Enttäuschend verlief dagegen die Skiflugweltmeisterschaft in Vikersund/NOR, bei der er nur Zehnter wurde.

aa

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