Anette-Sagen-Profil


Anette Sagen ist in ihrem Heimatland Norwegen das Synonym für das Damenskispringen. Kein Wunder; Sagen hat bereits fünf Mal die Gesamtwertung des Continentalcups für sich entschieden und ist damit, neben Daniela Iraschko, die erfolgreichste Skispringerin aller Zeiten.

Mit dem Skispringen angefangen hat Sagen kurz vor ihrem zehnten Geburtstag. Fünf Jahre später nahm sie das erste Mal am FIS Ladies Grand Prix teil. Die in Oslo lebende Athletin sprang hierbei zweimal unter die Top Ten und belegte am Ende Rang acht in der Gesamtwertung.

In der Saison 2001/02 gelang Anette Sagen dann der Durchbruch in die Weltspitze. Beim Ladies Grand Prix wurde sie jeweils zweimal Zweite und Dritte und belegte am Ende den zweiten Rang im Gesamtklassement. Ferner gewann sie bei den inoffiziellen Juniorenweltmeisterschaften im norwegischen Stryn die Goldmedaille im Einzel und im Team. In der Saison 2002/03 nahm sie an neun Wettkämpfen teil, von denen sie fünf als Siegerin und vier als Zweitplatzierte beendete. Die Platzierungen sicherten ihr unter anderem den ersten Sieg in der Gesamtwertung des FIS Ladies Grand Prix. Diesen konnte sie in der darauffolgenden Saison erfolgreich verteidigen.

Erfolge stellen sich nicht ein
Auch in den nächsten Jahren war die Norwegerin das Maß der Dinge. Bei der Einführung des Ladies-COC 2004/05 siegte sie in acht Konkurrenzen, wurde zweimal zweite und landete einmal auf dem dritten Platz.  Mit knapp 300 Punkten Vorsprung sicherte sie sich auch die Gesamtwertung im Ladies-Continentalcup vor Lindsey Van und Daniela Iraschko. Auch in den drei darauffolgenden Saisons konnte sie ihre Ausnahmestellung im Skisprungsport bestätigen und mit deutlichem Vorsprung die Gesamtwertung des Continentalcups für sich entscheiden. In ihrer bis dato erfolgreichsten Saison 2007/08 konnte Anette zehn Siege und fünf zweite Plätze vorweisen. Ihr schlechtestes Saisonresultat war der zweite Platz.

Auch 2008/09 war sagenhaft für die Norwegerin. So gewann sie zum fünften Mal die Gesamtwertung des Continentalcups, obwohl sie in dieser Saison nur vier Springen gewinnen konnte. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 in Liberec/CZE konnte sie im erstmals ausgetragenen Damen-Wettbewerb die Bronzemedaille gewinnen.

Sagen springt als erste vom Holmenkollen
Die Wintersaison 2009/10 beendete sie als Dritte der Gesamtwertung. Im gleichen Jahr kam ihr die große Ehre zu Teil, den neuen Holmenkollen mit ihrem Sprung zu eröffnen. Diesem Ereignis war in ihrer Heimat eine große Diskussion vorausgegangen, da Bjørn Einar Romøren, in einem Trainings als Erster vom Holmenkollen ging, da Sagen aufgrund eines Springens in Zao/JPN nicht anwesend war. Diese Tatsache wurde später von vielen Medien aufgefasst, als hätte Romøren ihr den ersten Sprung geklaut.

2010/11 ist bis dato Sagens schlechteste Saison. Nach einer Operation im Sommer tat sie sich schwer, den Trainingsrückstand gegenüber der Konkurrenz wieder aufzuholen und stand zum ersten Mal in ihrer Karriere stand nicht einmal auf den Podest - Ihr bester Rang war Platz Sechs in Ramsau/AUT. Auch bei den Weltmeisterschaften, die für Sagen das Karrierehighlight schlechthin werden sollte, schnitt sie als 22. nur mittelmäßig ab. Am Ende stand für sie der 16. Rang im Gesamtklassement zu Buche.

Beim allerersten Weltcupspringen für Damen am 3. Dezember 2011 in Lillehammer/NOR belegte Sagen vor heimischem Publikum den achten Rang. Auch die restliche Saison lief für die Norwegerin erfolgreich und sie konnte sich mit Ausnahme von drei Weltcup-Springen immer unter den besten 15 platzieren. Hinzu kamen zwei Treppchen-Platzierungen in Val di Fiemme/ITA und beim Saisonabschluss in Oslo/NOR. Insgesamt beendete sie so die historische erste Weltcup-Saison als sechste der Gesamtwertung.

Ihre persönliche Bestweite von 174,5 Metern sprang Sagen 2004 auf der Flugschanze in Vikersund als Vorspringerin bei einer Weltcup-Veranstaltung der Herren.

Gesamtstände

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