Mit dem Springen begonnen hat Melanie Faißt durch ihren Vater im Alter von fünf Jahren. Danach hörte sie Zwischendurch auf, um sich dem Langlauf zu widmen. Anschließend hatte sie dann beide Sportarten kombiniert und war bis zu ihrem 15. Lebensjahr in der Nordischen Kombination unterwegs, bis sie sich letztendlich für den Spezialsprung entschied.Ihren ersten internationalen Wettkampf bestritt sie am 24. August 2003 im Rahmen des Ladies Grand Prix in Meinerzhagen. 2004/2005 hatte Faißt die ersten Continentalcup-Einsätze. Auf ihren ersten Top Ten Platz musste sie jedoch noch einige Monate warten. Diesen erreichte die Deutsche im Sommer 2005 bei den Bewerben in Bischofshofen/AUT. Im gleichen Sommer reichte es ferner zu Rang Sieben in Klingenthal/GER und Rang Sechs in Pöhla/GER. In der Gesamtwertung des Ladies-Continentalcups, in der sowohl die Sommer- als auch Winterresultate einbezogen werden, belegte sie am Ende der Saison den 20. Platz.
Danach folgten für die Deutsche Springerin schwierige Jahre. So verlief die Vorbereitung auf die Saison 2007/08 alles andere als optimal. Nach Problemen mit der Form, blieb Faißt auch vor Verletzungen nicht verschont und brach sich beim Training in Hinterzarten den Arm. An Durchhaltevermögen hatte es ihr jedoch nicht gefehlt und so kämpfte sie sich zurück und wurde am Ende der Saison mit dem vierten Rang bei den Juniorenweltmeisterschaften 2008 in Zakopane/POL belohnt.
Bei den ersten Weltmeisterschaften, bei denen auch die Damen starten durften, konnte Faißt hingegen nicht an den Start gehen, da sie sich im Oktober 2008 einer Knie Operation unterzog und so den Winter über aussetzten musste.
In die Saison 2009/10 startete Faißt mit einem zweiten Rang in Pöhla/GER. Zwei Tage später wurde sie Dritte in Oberwiesenthal/GER. In den Wintermonaten folgten zahlreiche Platzierungen unter den besten Zehn und so sie schloss die Saison als Fünfte der Gesamtwertung ab. Auch im darauf folgenden Jahr war Faißt weiter erfolgreich. Bereits zum Beginn des Winters, war sie klar die beste deutsche Starterin im Feld und hatte schnell ihr Ticket für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo/NOR gelöst. Bei diesen wurde sie am Ende schließlich neunte von der Normalschanze.
Auch in der ersten Weltcup-Saison für die Skispringerinnen, 2011/12 musste sich Faißt nicht verstecken. Nach einem dritten Rang bei der Premiere in Lillehammer, konnte sie auch die restliche Saison Topresultate feiern und landete - mit Ausnahme vom ersten Springen in Hinterzarten - immer unter den besten 15 des Wettkampfes. Mit insgesamt 409 gesammelten Punkten stand so am Ende der Saison Position acht im Gesamtweltcup zu Buche.