Damenskispringen


Damenskispringen
Damenskispringen

Damenskispringen gibt es nicht erst seit gestern. Schon fast ein Jahrhundert springen sie von den Schanzen dieser Welt. Dennoch ging erst in den letzten Jahren die Entwicklung des Damenskispringens deutlich voran. 1911 eröffnete die Gräfin Comtesse Paula Lamberg mit ihrer offiziellen Bestweite von 22 Metern die Weitenjagd der Frauen. 15 Jahre hielt ihr Rekord, bis Olga Balsted-Eggen aus Norwegen mit ihrem Sprung auf 26 Meter einen neuen Weltrekord aufstellt. Aber auch Eggens Rekord hielt nicht lange, schon nach kurzer Zeit wurde sie von Johanna Kolstad, ebenfalls Norwegerin, überboten. Sie sprang eine Serie von Rekorden. Ihrer Bestweite von 31 Metern im Jahr 1931 folgte im darauffolgenden Jahr eine enorme Steigerung auf 62 Meter, 1937 sprang die Norwegerin sogar auf 71,5 Meter!

Erst in den 70er Jahren sorgte die nächste Frau und Norwegerin für Schlagzeilen ums Damenskispringen. Anita Wold sprang als Vorspringerin bei der Vierschanzentournee der Männer und stellte 1976 in Sapporo mit 97,5 Metern einen neuen Damenrekord auf. In den 80er Jahren traten die Skispringerinnen nur wenig in Erscheinung, obwohl Tiina Lehtola aus Finnland 1981 mit 110 Metern in neue Dimensionen des Damenskispringens flog.

Anfang der 90er waren wieder einige Frauen in offiziellen Wertungen eingebunden. Dennoch wurden sie nicht ernstgenommen und das größte Problem blieb: Es gab keine eigenen Damen-Wettbewerbe. Als erste Frau auf einer Skiflugschanze flog Eva Ganster mit 167 Metern am 09. Februar 1997 am Kulm ins Guinness Buch der Rekorde.
Der größte Durchbruch des Damenskispringens war schließlich 1998, als im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaften in St. Moritz ein eigener Damen-Wettbewerb durchgeführt wurde. Im darauffolgenden Sommer durften Damen im Vorprogramm bei den Sommer Grand Prix Wettbewerben in Hinterzarten, Stams und Predazzo an den Start gehen. Im Februar 1999 gab es dann endlich die ersten fünf eigenen Damen Wettbewerbe, die als FIS-Springen genehmigt wurden.

Die erste FIS-Ladies Grand Tournee mit Austragungsorten in Deutschland und Österreich war geboren. Insgesamt sprangen 29 Frauen aus 9 Nationen bei diesem Ereignis mit. Seit 2000 durften die Frauen außerdem einen offiziellen Wettkampf vor dem Herren Weltcup am Holmenkollen in Oslo austragen. Mit einer steigenden Anzahl von Skispringerinnen schreitet die Entwicklung in Damenskispringen unaufhörlich voran. 2003 erreichte die damals 19-jährige Daniela Iraschko als erste Frau die 200 Meter Marke. 2004 fand der erste Ladies-Continentalcup (kurz: LCOC) statt. Der erste LCOC bestand aus zwölf Wettbewerben. Im Jahr 2005 wurde der LCOC sogar auf 21 Wettbewerbe erweitert, in denen zwei Teamspringen erhalten waren.

Bei der Winteruniversiade 2005 in Seefeld wurde erstmals das Damenskispringen ins Programm aufgenommen. Der Sieg bei der ersten Universiade ging an Daniela Iraschko (AUT). Zweite wurde Monika Poglanic aus Slowenien vor der Japanerin Koasa Seiko. Bei der zweiten Universiadeteilnahme der Damen 2007 in Turin konnte Iraschko ihren Titel erfolgreich verteidigen. Ein weiterer Erfolg für das Damenskispringen war die ersten Juniorenweltmeisterschaft für Damen im slowenischen Kranj, die vom 10. Januar - 05. Februar 2006 stattfand. Im Mai desselben Jahres beschloss die FIS, die erste Damenweltmeisterschaft 2009 in Liberec, sowie eine Team-Weltmeisterschaft 2011 zu veranstalten. Der Olympia-Traum der Damen war hingegen geplatzt. Das IOC entschied sich für Vancouver 2010 gegen das Damenskispringen. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotchi ist es dann aber endlich soweit und die Frauen dürfen zum ersten Mal an Olympischen Wettkämpfen teilnehmen.

Im Sommer 2007 fand vom 11. bis zum 19. August zum ersten Mal, an Anlehnung an die traditionelle Vierschanzentournee der Herren, eine deutsch-österreichische Vierschanzentournee für die Damen statt. Mit 65 Teilnehmerinnen aus zehn Nationen war die Tournee ein voller Erfolg. Die Zuschauerzahlen bei den Veranstaltungen zeigten, dass das Damenskispringen immer mehr an Popularität gewinnt.

 

Shortnews //

Drei Wettkämpfe in Zao/JPN
Eines der Ende Januar in Szczyrk (POL) abgesagten Weltcup-Skispringer der Damen wird in Zao/JPN nachgeholt. Dies gab der internationale Skiverband (FIS) am heutigen Donnerstag bekannt.  Damit gehen die Damen in Japan gleich drei Mal von der Schanze.

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Gesamtstände //

1 Schlierenzauer, Gregor At 933,8
2 Morgenstern, Thomas At 908,8
3 Kofler, Andreas At 896,9
4 Bardal, Anders No 895,0
5 Koudelka, Roman Cz 881,2
6 Ito, Daiki Jp 852,1
7 Freund, Severin De 843,3
8 Stoch, Kamil Pl 843,0
9 Takeuchi, Taku Jp 842,6
10 Freitag, Richard De 820,4

(Stand: 06. Januar 2012)
1 Hendrickson, Sarah Us 429
2 Iraschko, Daniela At 273
3 Van, Lindsey Us 206
4 Mattel, Coline Fr 195
5 Pozun, Katja Si 183
6 Sagen, Anette No 178
7 Faisst, Melanie De 167
8 Graessler, Ulrike De 160
9 Jerome, Jessica Us 158
10 Seifriedsberger, Jacqueline At 146

(Stand: 15. Januar 2012)
1 Stjernen, Andreas No 637
2 Hayboeck, Michael At 542
3 Gangnes, Kenneth No 473
4 Roensen, Atle Pedersen No 410
5 Mandl, Ziga Si 335
6 Naglic, Tomaz Si 320
7 Meznar, Mitja Si 311
8 Fettner, Manuel At 290
9 Elverum Sorsell, Kim Rene No 253
10 Hrgota, Robert Si 248
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(
Stand: 22. Januar 2012)
1 Iraschko, Daniela At 360
2 Hendrickson, Sarah Us 320
3 Vtic, Maja Si 216
4 Rogelj, Spela Si 211
5 Pozun, Katja Si 206
6 Bogataj, Ursa Si 182
7 Takanashi, Sara Jp 160
8 Sagen, Anette No 136
8 Klinec, Ema Si 136
10 Vuik, Wendy Nl 133
Gesamter Stand »       

(Stand: 21. Januar 2012)

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